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Welche Entbindungsposition ist für mich die richtige?

Schon lange vor dem Geburtstermin beschäftigen sich werdende Eltern mit der Frage nach der für Mutter und Kind schonendsten Entbindungsposition. Fast alle werdenden Mütter wünschen sich eine sanfte und natürliche Geburt. Aber selbst mit der besten Vorbereitung kann es bei der Geburt immer wieder zu Phasen kommen, bei denen einfach nichts voranzugehen scheint. In solchen Fällen hilft es, wenn die Schwangere eine Position einnimmt, die für sie weniger Schmerzen verursacht. Grundsätzlich gibt es drei Varianten der Entbindung.

kleines Baby schläft
Welche Geburtsposition ist die Schonendste?

Entbindung im Liegen:Die klassische Entbindung, für die sich die meisten Frauen entscheiden, ist die Entbindung im Liegen. So haben Hebamme und Geburtshelfer nicht nur einen guten Blick auf den Geburtsverlauf, sondern diese Position ist auch besonders entspannend für die werdende Mutter während der Wehen. Ein kleiner Nachteil der Entbindung im Liegen ist, dass so dem Kind nicht die Schwerkraft zur Hilfe kommen kann. Die so genannte Pressphase dauert so im Durchschnitt ca. ein Drittel länger als in der aufrechten Gebärhaltung.

Entbindung auf dem Gebärstuhl / in aufrechter Haltung: Ein toller Vorteil der Entbindung in aufrechter Haltung ist, dass die Geburt schneller voran geht. Denn in aufrechter Haltung kann die werdende Mutter viel besser aktiv mitarbeiten. Die Schwerkraft unterstützt diesen Prozess zusätzlich auf natürliche Art und Weise. So rutscht das Köpfchen des Babys nicht mehr zurück. Statt nach fünf Presswehen werden die meisten Babies in aufrechter Position schon nach zwei Presswehen auf die Welt gebracht und auch Dammverletzungen kommen in der vertikalen Gebärhaltung viel seltener vor.

Entbindung in warmem Wasser: Die Entbindung im Wasser hat sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Hier sitzt die Gebärende in einem mit warmem Wasser gefüllten „Pool“. Das Baby taucht so bei der Geburt ins Wasser, was völlig ungefährlich ist, da es weiterhin über die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt wird. Für die werdende Mutter ein entspannendes Erlebnis, da das warme Wasser beruhigend wirkt und eine tolle Atmosphäre schafft. Erwiesenermaßen ist die Wassergeburt kürzer und schmerzärmer als die herkömmliche Geburt im Liegen: Babies werden im Durchschnitt zwei Stunden früher geboren als Babies, die unter „normalen Umständen“ auf die Welt kommen. Ein weiterer Vorteil, den die Unterwassergeburt hat, ist dass Frauen sich im warmen Wasser viel besser entspannen können und so seltener auf Schmerz- oder Wehenmittel zurückgreifen müssen. Als Nachteil der Wassergeburt sehen Kinderärzte jedoch, dass eine deutlich höhere Infektionsgefahr für das Baby bestehe als bei einer Geburt außerhalb des Wassers. Beim Pressen gelangt nicht nur Fruchtwasser in das Wannenwasser, sondern auch noch andere, durchaus nicht so ganz hygienische Stoffe, die unter Umständen zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen können. Dies sollte bei der Entscheidung der Geburtsart auch bedacht werden.

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3 comments on “Welche Entbindungsposition ist für mich die richtige?

  1. Also wollte eig in der Badewanne entbinden!!Da ich aber üble Wehen hatte und nur verkrampft habe, hab ich mir eine PDA legen lassen und musste dann Wohl oder übel im liegen entdbinden…War trotzdem ne tolle Geburt!!

  2. Ich denke, DIE ideale Position um sein Kind zu gebären, gibt es nicht! Ich habe 3 Kinder und jedes in einer anderen Haltung zur Welt gebracht…….am Besten man hört auf sein Gefühl, die meisten Kliniken sind inzwischen bereit die Mütter selbst entscheiden zu lassen….sofern nicht Probleme zu einer Geburt im Liegen zwingen!
    LG Sister

  3. Mh, für mich war die Geburt in der Wanne die angenehmste Geburt. Durch das Wasser hab ich mich entspannt und so ging alles schneller.Aber wie Sister schon sagte,muß am Ende die Frau selbst entscheiden,wie sie sich am wohlsten fühlt.Zum Glück muß ne Geburt heute nicht mehr nach Schema F laufen.
    LG Andrea

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