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Nabelbruch – wie gefährlich ist er und was sagen Experten?

Einen Nabelbruch erkennt man als Laie daran, dass sich unter dem Bauchnabel des Babys eine (leichte) Beule erhebt. Als Eltern bekommt man natürlich erst mal einen Schreck, wenn man das sieht. Ein solcher Nabelbruch entsteht, wenn die Bauchmuskeln noch schwach sind oder eine Lücke aufweisen. Durch diese Zwischenräume drücken sich dann Gewebeschichten oder auch Flüssigkeit – so entsteht diese typische Beule am Bauchnabel. Lange Schreiphasen sollten in so einem Fall unbedingt vermieden werden, da so manchmal noch mehr Gewebe durch den Bruch gedrückt wird.

 

Ein Nabelbruch ist keine Seltenheit, denn bei ca. 10% der Säuglinge kommt er laut Schätzungen vor. Meist tritt er in den ersten Wochen kurz nach der Geburt auf. Trotz dass ein Nabelbruch meist unbedenklich ist und von alleine wieder abheilt, empfehlen Experten, im Falle eines Nabelbruchs einen Arzt aufzusuchen. Denn es kann durchaus passieren, dass sich durch einen Nabelbruch Teile des Darms durch die Lücke im Gewebe drücken und im schlimmsten Fall sogar absterben. Um wirklich alle Risiken abzuklären und ggf. auch die Schmerzen des Kindes zu lindern, sollte unbedingt ein Kinderarzt aufgesucht werden. Üblicherweise ist ein Nabelbruch eher unbedenklich und das weiche Gewebe kann leicht zurückgedrückt werden (was Kindern auch keine Schmerzen bereitet). Wenn aber Schmerzen auftreten oder sich die Schwellung sogar verfärbt, ist der Weg zum Kinderarzt unvermeidlich!

Babys mit Nabelbruch können ganz normal gewaschen und gewickelt werden. Auch spezielle Pflaster für den Nabel sind nicht notwendig. In der Regel verheilt ein Nabelbruch meist innerhalb des ersten Lebensjahres – und zwar von ganz alleine. Bildet er sich nicht zurück, sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden, bei der der Chirurg einen kleinen Schnitt macht und die Ausbeulung wieder durch die Bauchdecke nach innen drückt. Ein solcher Eingriff wird in der Regel erst vor dem Schulanfang durchgeführt. Für die OP ist zwar eine Vollnarkose notwendig, jedoch können Kinder meist am selben Tag wieder nach Hause in ihre gewohnte Umgebung.

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