Mamakind oder Papakind

Klammern Kinder stark an einem Elternteil, werden sie schnell als Mamakind oder eben Papakind abgestempelt. Dabei ist es ganz normal, dass sich Kinder zwischenzeitlich stärker an ein Elternteil binden. Die Gründe dafür können sehr vielfältig sein. Zum einen liegt es nahe, dass sich Kinder zu der Person stärker hingezogen fühlen, die hauptsächlich Zeit mit ihm verbringt. In den ersten Lebensmonaten ist die Bezugsperson deshalb meistens die Mutter, wodurch es ganz natürlich ist, dass sich Babys und Kleinkinder eher von der Mutter als vom Vater füttern oder auch ins Bett bringen lassen. Das heißt natürlich nicht, dass der Vater abgeschrieben ist und sich nicht um seinen Sprössling kümmern sollte. Im Gegenteil, man(n) sollte weiterhin versuchen, so viel Zeit wie möglich mit seinem Kind zu verbringen.

Papa kommt auch wieder ins Spiel

Wenn Kinder krabbeln oder schließlich laufen können, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Häufig wird der Vater erst jetzt richtig wahrgenommen. Seine Bewegungen sind so anders als die von Mama und das Toben mit ihm macht auch richtig Spaß. In einigen Familien ist in diesem Stadium schnell die Mutter abgeschrieben. Auch das ist ganz normal. Kinder sind schließlich neugierig, wollen immer Neues entdecken und eben nicht immer nur eine Bezugsperson haben.

Mamakind oder Papakind

Wenn ein Geschwisterchen kommt…

Sobald ein Geschwisterchen auf der Welt ist, kann sich die Situation von ganz allein bessern. Denn wenn das erste Kind bereits die Mutter als Bezugsperson auserkoren hat, kann es sein, dass der Nachkomme sich automatisch auf den Vater konzentriert, da Mama ja bereits belegt ist. Im ungünstigsten Fall entsteht allerdings ein Konkurrenzkampf um die Mutter.
So entsteht für Außenstehende natürlich schnell der Eindruck, dass es sich um Mamakinder handelt.

Was sind eure Erfahrungen und wie habt ihr diese Situationen gemeistert?

2 comments on “Mamakind oder Papakind

  1. Mein Kind ist beim Schlafen gehen eindeutig ein Mama Kind. Nur, wenn ich abends weggehe, kommt der Papa ins Spiel und er macht das eigentlich auch sehr gut :)
    lg Vicky

  2. Mit Geschwistern ändert sich wirklich nochmal alles. Vor allem, wenn der Altersunterschied mehr als 2 Jahre beträgt. Habe meiner Erstgeborenen dann eine lebensechte Puppe gegeben, die die gleichen Sachen wie das neue Geschwisterchen anziehen konnte. Sie wurde gepampert, gefüttert und im Puppenwagen zeitgleich ausgefahren und dann wurde Papa erst einmal erklärt, wie das richtig geht!, was man alles zu tun hat und schon war ich gar nicht mehr so wichtig, während mit Papa gefachsimpelt wurde.

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