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Bald ist Nikolaus-Abend da…

Lustig, lustig trallallallalla! Das Nikolauslied ist bei Klein und Groß bekannt. Bereits am Ende der ersten Dezemberwoche stellt das Nikolaus-Fest das erste Highlight des Monats Dezember dar. Und es gibt wahrscheinlich kein Kind, das sich nicht über kleine Geschenke, Äpfel, Nüsse und Spekulatius in seinem Nikolaus-Stiefel freut. Doch warum feiern wir überhaupt den Nikolaus-Tag?

Weihnachtsdeko
Nüsse sind am Nikolaus-Tag sehr beliebt

Wer war Nikolaus?

Nikolaus gab es wirklich. Er lebte im 4. Jahrhundert nach Christus in Lykien, das in der heutigen Türkei liegt. Als seine Eltern verstarben, war Nikolaus erst 16 Jahre alt, aber sie hatten ihm einen großen Reichtum und ein Haus hinterlassen, in dem er wohnte. Wann immer Arme an seine Türe klopften, gab er ihnen von seinem Reichtum ab und verschenkte sein Hab und Gut. Später verkaufte er sein Haus und lies von dem Erlös Armen- und Waisenhäuser errichten. Nikolaus zog in die Stadt Myra und da er sehr gläubig war, lies er dort eine Kirche bauen. Wenig später wurde er zum Bischof geweiht und nach seinem Tod aufgrund seiner zahlreichen guten Taten als Heiliger verehrt. Heutzutage gilt Nikolaus als Schutzpatron der Kinder, die seinen Namenstag jedes Jahr am 6. Dezember feiern.

Nikolaus und seine Helfer

Im 17. Jahrhundert wurde dem guten Nikolaus ein recht ruppiger Geselle, der Knecht Ruprecht zur Seite gestellt. Den Kindern wurde erzählt, dass sich ein goldenes Buch im Besitz des Nikolaus befindet, in dem er nachlesen kann, welches Kind im vergangenen Jahr brav war und welches sich unartig verhalten hat. Wer eine Belohnung verdient hat, der erhält von dem Nikolaus ein Geschenk und die anderen werden mit der Rute des Knecht Ruprecht bestraft. Eine ganz schön gemeine Auslegung der Nikolaus-Figur, wie ich finde. Heute gibt es den Nikolaus oftmals in Begleitung eines Knecht Ruprechts und eines blondgelockten Engelchens, das den Kindern die Angst nehmen soll. Übrigens: inzwischen wird der echte Nikolaus oft mit der Fantasiefigur des Weihnachtsmanns verwechselt. Den Weihnachtsmann gab es nie, der ist eine Erfindung der Werbeindustrie – und er sieht in seinem flauschigen Kostüm auch etwas anders aus, als der Nikolaus mit Bischofsmütze, Stab und Gewand.

Nikolaus-Stiefel
Kinder freuen sich am Nikolaus-Abend über Geschenke und Naschereien

Brauchtum zum Nikolaus-Abend

Wie feiert ihr zuhause den Nikolaus-Tag? Als ich noch ein Kind war, gab es bei uns am Abend des 6. Dezember kleine Teller im Weihnachts-Design oder Nikolaus-Socken mit winterlichen Motiven darauf, in denen Mandarinen, Nüsse und Süßigkeiten zu finden waren. Die standen – nachdem es ein paar Mal laut gerumpelt hatte (weil der Nikolaus sich heimlich ins Wohnzimmer schlich) – plötzlich auf dem Tisch. Sehr beliebt waren auch die Nikolausmänner aus Hefeteig, auch Weckmänner oder Stutenkerle genannt. Mit meinen eigenen Kindern feiere ich den Nikolaus-Abend ein wenig anders. Ich lasse sie vor dem Zubettgehen am Vorabend des 6. Dezember ihre Schuhe vor die Türe stellen und fülle sie heimlich in der Nacht mit ein paar Leckereien und kleinen Spielsachen. Am nächsten Morgen wenn wir wach sind, klopfe ich verstohlen ein paar Mal ganz laut an die Türe, sodass die Kleinen meinen, dass der Nikolaus gerade dagewesen ist. Und wenn sie dann voller Staunen die Haustüre öffnen, ihre gefüllten Stiefel vorfinden und laut durch den Hausflur schreien: „Danke lieber Nikolaus“, weiß ich, dass es mal wieder ein gelungener Auftakt zum Nikolaus-Tag war. Letztes Jahr hat mich übrigens der Nikolaus wirklich überrascht. Da lag nämlich neben meinen eigenhändig befüllten Schuhen ein Jute-Stiefel mit kleinen Köstlichkeiten für Kinder und Erwachsene daneben. Da war ich mal wirklich baff. Danke, liebe Nachbarin…

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