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Familienfreundlichkeit im Startup

Endlich Ferien! Mit den Berliner Schulkindern jubeln auch wir berufstätigen Eltern. Denn wieder einmal haben wir ein Schuljahr mit seinen Lehrerstreiks und Stundenausfällen, Sommerfesten und Projekttagen überstanden. Jetzt muss „nur“ noch die Ferienbetreuung für den Nachwuchs organisiert werden.

Bei uns tausendkind-Mitarbeitern gibt es eigentlich kein Sommerloch, denn unser Büro ist schon jetzt bis oben hin voll mit all den kuschelig warmen Plüschanzügen und Übergangsjacken für die kommende Saison. Trotzdem haben wir uns bei einem unser Brownbag-Meetings in der Büroküche bei Pizza und Salat vor Kurzem mal die Zeit genommen, unsere Unternehmenskultur und auch das Thema Familienfreundlichkeit einem sommerlichen Check-up zu unterziehen. Wie viel Herz haben wir als Unternehmen für die Mamas und Papas unter uns? Wie funktioniert die Organisation im Alltag? Und wie familienfreundlich kann ein Startup wie tausendkind mit seinen 70 Angestellten überhaupt sein?

Familienfreundlichkeit bei tausendkind

Auf den ersten Blick dreht sich bei tausendkind natürlich alles um Kinder. Ohne sie gäbe es uns schließlich gar nicht und auch im Büro sind sie überall präsent, ob auf den Fotos für unseren Herbst-Magalog oder „live“ bei unseren Fotoshootings. Und auch unser ganz neu eingerichteter Zusatz-Konferenzraum macht mit der fröhlich-bunten Einrichtung seinem Namen „Spielzimmer“ alle Ehre.

Impressionen aus dem tausendkind-Büro
In unserem Büro in der Berliner City fühlen sich auch die Kleinen wohl

Dass auch die Atmosphäre bei uns äußerst kinderfreundlich ist, liegt nicht zuletzt daran, dass unsere beiden Gründerinnen selbst Mamas sind und uns täglich vorleben, wie sich die Familienaufgaben mit Meetings und Margen kombinieren lassen. Wenn die Kinder von Anike und Kathrin da sind, wird das Chefbüro zwischendurch auch mal zur Wickelstation.

Wie die Familienfreundlichkeit gelebt wird

Aber wie sieht es mit den übrigen Eltern im Unternehmen aus? Wie sie täglich den Anforderungen von Beruf und Familie gerecht werden, wollten wir ganz genau wissen und haben deshalb eine interne Umfrage durchgeführt, an der sich die Mitarbeiter-Eltern von insgesamt 20 Firmenkindern beteiligt haben.

Die Mamas und Papas der 20 Mini-Tausendkinder arbeiten zum größten Teil zwischen 30 und 40 Stunden in der Woche. Unter ihnen gibt es Führungskräfte und auch mehrere Alleinerziehende. Die Kinder sind teils noch ganz klein, fast die Hälfte ist aber schon im Schulalter.

Die gute Nachricht gleich vorweg: 90% der Befragten schätzten tausendkind als überdurchschnittlich familienfreundlichen Arbeitgeber ein. Gelobt wurden vor allem die Flexibilität der Arbeitsorganisation und die Bereitschaft zu individuellen Lösungen, wie sie gerade in kleineren und mittleren Unternehmen möglich sind.

Bei uns sind Gleitzeit und Vertrauensarbeitszeit (nicht nur für Eltern) selbstverständlich, Teilzeitmodelle können flexibel angepasst werden und Meetings finden immer vor 16:00 Uhr statt. Bei Betreuungsengpässen dürfen die Kleinen auch mal mit ins Büro.

Conny und Kati vor dem tausendkind-Büro
Produktbeschreiberin Conny mit Tochter Kati

Mit solchen nicht-monetären Vergünstigungen können auch kleinere Startups punkten. Kostenintensivere Maßnahmen, etwa ein Betriebskindergarten, würden sich bei uns erstens nicht lohnen, zweitens wohnen wir Mitarbeiter über die ganze Stadt verteilt und wünschen uns nicht unbedingt täglich stundenlange Fahrtzeiten mit dem Nachwuchs im Schlepptau.

Familienfreundlichkeit ist nicht nur Home Office …

Das schwierigste Thema, auch bei uns, ist natürlich immer die Frage, wie sich einzelne Tage überbrücken lassen, wenn das Kind mal eine Erkältung aufgeschnappt hat oder die Kita geschlossen ist. Unsere Lieblingslösung Nummer eins in solchen Fällen: das Arbeiten im Home Office. Zugegeben, je nach Alter des Kindes klappt das unterschiedlich gut. Andererseits trainieren Mama oder Papa ihre Multitasking-Fähigkeiten, Zeitmanagement und Selbstorganisation wohl selten so nachhaltig wie beim gleichzeitigen Fieber messen, Tee kochen und Präsentationen vorbereiten.

Über die Hälfte der Befragten kann zusätzlich auf die Hilfe von Verwandten und Freunden zurückgreifen und gut 30% werden von ihrem Partner oder ihrer Partnerin unterstützt und leben somit die gemeinsame Verantwortung für das Kind, wie sie auch von der Politik immer gefordert und gefördert wird. Außerdem springen natürlich Babysitter ein und wenn gar nichts mehr geht, kommen die Kleinen einfach mit ins Büro. Bei so vielen Kolleginnen und Kollegen, die selbst Kinder haben, Eltern in spe und kinderfreundlichen Leuten ist ein kleines Gesicht mehr am Schreibtisch meist kein Problem, auch wenn wir Eltern natürlich versuchen, die Geräuschbelastung so gering wie möglich zu halten, damit alle konzentriert arbeiten können.

Aufs Hausaufgaben machen im Büro haben die Kids bei diesen Gelegenheiten meist keine Lust. Um sie trotzdem leise zu beschäftigen, bieten sich für die ganz Kleinen schöne Malbücher an, für die Älteren (Lern-)Spiele fürs Tablet oder die bewährten tiptoi® Bücher, die auch mit Kopfhörern benutzt werden können. Vielleicht fangen wir demnächst auch einfach mal an, ein paar Bilderbücher und Stifte für den nächsten Kinderbesuch griffbereit zu deponieren. Und für die Pause können sich Eltern und Kinder gemeinsam in die Büroküche setzen…

Mama-Kind-Pause im tausendkind-Büro
Eltern-Kind-Mittagspause in der tausendkind-Küche
Kicker-Spaß für Groß und Klein
Kicker-Spaß für Groß und Klein

… oder auch mal eine kurze Kickerrunde einlegen.

Auf jeden Fall ist es ein gutes Gefühl, wenn, gerade im Startup, Flexibilität nicht nur von den Mitarbeitern gefordert wird, sondern auch umgekehrt ganz selbstverständlich da ist. Dann lassen sich nämlich selbst die 7 Wochen Sommerferien bis zur Einschulung der Erstklässler ohne allzu viel Stress überstehen!

One comment

  1. Das sind wirklich tolle Ansätze, die ihr verfolgt. Ich wünschte mein Arbeitgeber wäre auch so Kinder- und Familienfreundlich. Das kommt mit Sicherheit auch gut bei eurem Mitarbeitern an oder? Macht weiter so!

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