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Einschlafrituale – Abendliches Vorsingen & Vorlesen

Schlaf Kindlein, schlaf…

Egal ob abendliches Vorsingen, Vorlesen oder einfach nur gemeinsames Kuscheln mit euren Mäusen – Einschlafrituale haben viele Vorteile für die Kindesentwicklung und sollten möglichst jeden Abend durchgeführt werden. Denn wer kennt es nicht? Da ist die Zeit zum Zubettgehen gekommen, schon will euer Kind partout nicht ins Bett. Es wird geweint und geschrien und aus dem gemütlichen Abend wird schnell eine kleine Zerreißprobe für die Nerven.

Deutschland gehört zu den Ländern mit den vielseitigsten und kreativsten Abendritualen. In vielen asiatischen Ländern gibt es z.B. keine speziellen Einschlafrituale und das Kind schläft einfach ein, wenn es müde ist. In den USA nutzen Eltern dagegen häufig Fernsehangebote und Apps um ihre Kinder abends zu beschäftigen und ins Bett zu bringen.

Viele Kinder haben abends Angst alleine einzuschlafen oder im Zimmer zu sein. Damit euren Mäusen der abendliche Abschied von euch leichter fällt, und sie entspannter einschlafen können, könnt ihr bei euren Einschlafritualen z.B. mit einem Nachtlicht für eine angenehme Atmosphäre sorgen und erst des Nachts die Zimmertür schließen. Wenn ihr am Morgen dann eure Kleinen weckt, werden sie dies damit verbinden, dass der abendliche Abschied nicht für immer ist, sondern nur für eine kurze Zeit und abends beruhigter einschlafen. Einschlafrituale geben euren Kleinen eine klare Routine vor, und helfen ihnen dadurch zur Ruhe zu kommen. Dabei ist es prinzipiell egal welches Einschlafritual ihr mit euren Kleinen vollzieht, solange ihr es regelmäßig und jeden Tag gleich durchführt. Außerdem helfen euren Kindern klar festgelegte Schlafenszeiten, da diese zusätzlich für Struktur und Sicherheit sorgen.

Manchen Kindern schwirren abends noch so viele Gedanken im Kopf, dass es ihnen schwer fällt komplett abzuschalten. Die Zeit vor dem Schlafengehen kann deswegen auch gut dazu genutzt werden, den Tag Revue passieren zu lassen oder eventuelle Probleme der Kleinen zu besprechen. Eure Kinder kommen dadurch viel besser zur Ruhe, da sie ihre Gefühle und Gedanken mit euch teilen können.

Einschlafrituale: Vorlesen & Vorsingen

Gutenachtgeschichten wie „Der Sandmann“, „Der Mondbär“ oder Grimms Märchen sind der Klassiker unter den Gutenachtgeschichten und können eurem Liebling dabei helfen, Fantasie und Kreativität zu entwickeln. Außerdem wird die sprachliche Entwicklung und Konzentrationsfähigkeit gefördert. Dabei sollte man bei Gutenachtgeschichten darauf achten, dass bei kleineren Kindern kürzere Geschichten mit vielen Bildern gewählt werden, da sie sich noch nicht so lange konzentrieren können.

Meine Mutter hat mir früher zum Beispiel jeden Abend, während des Zähneputzens, eine selbstausgedachte Geschichte erzählt, deren Handlung ich mitbestimmen durfte. Diese handelte von einem Streifenhörnchen namens Sugar, welches mit seinen Freunden viele Abenteuer erlebte. Zu meinem Geburtstag hat sie diese Geschichten dann sogar aufgeschrieben und mit Bildern illustriert – ein tolles Geschenk, welches ich auch noch heute gerne mal zur Hand nehme!

Vielleicht ist dies ja auch eine Idee für euch und eure Knirpse für den nächsten Geburtstag?

Einschlafrituale sind für Kinder sehr wichtig um behütet einschlafen zu können.
Einschlafrituale sind für Kinder sehr wichtig um behütet einschlafen zu können.

Ob eure kleinen Mäuse schon alt genug für Gutenachtgeschichten sind, erkennt ihr relativ schnell. Wenn sie zu unruhig sind, die Seiten andauern umblättern oder neben euch herumturnen, dann wartet lieber noch mit dem Vorlesen. Euer Kind wird euch von selbst zeigen wann es Interesse daran hat und selbst zu euch kommen.

Einschlaflieder sind ebenfalls eine gute und beliebte Möglichkeit eure Kleinen zu beruhigen. Dabei könnt ihr alleine oder zusammen mit eurem Spatz singen. Dabei kommt es auch nicht darauf an, wie gut ihr singen könnt oder wie viele Lieder ihr kennt, denn je vertrauter die Melodie, desto beruhigender wirkt es auf euer Kind. Probiert es doch einfach mal aus – eure Kleinen werden es lieben!

Mein persönliches Lieblings-Schlaflied ist dieser Klassiker:

Schlaf Kindlein, schlaf

 Schlaf Kindlein schlaf!

Der Vater hüt‘ die Schaf.

Die Mutter schüttel’s Bäumelein,

da fällt herab ein Träumelein.

Schlaf Kindlein schlaf!

Und wer hat es auch singend gelesen, lach? :) Falls ihr selber auch gerne Geschichten hört, könnten Hörbücher & Hörspiele eine gute Alternative für euch sein. Dabei könnt ihr euch gemütlich mit euren Mäusen zusammen aufs Bett kuscheln und die gemeinsame Zeit genießen. Um eure Abendrituale noch etwas interessanter zu gestalten, könntet ihr sie beispielsweise auch mit Gute-Nacht-Apps aufwerten. Solche Apps sind speziell für Kinder entwickelt und unterstützen dabei spielerisch die Entwicklung eurer Kleinen.Falls ihr selber eine Gute-Nacht-App ausprobieren wollt, empfehlen wir euch die kostenlose App von Fox & Sheep „Schlaf Gut“ oder das „Gute Nacht Mo Einschlafbuch“ von StoryToys.

Wichtig bei euren Abendritualen ist es außerdem, dass ihr eine grob festgelegte Zeit für die Einschlafrituale eurer Kleinen festlegt, damit sie sich wirklich entspannen können. Je nach Alter eures Kindes reichen dabei 15-30 Minuten vollkommen aus. Durch diese festgelegte Zeit und dem immer gleichen Ablauf, weiß euer Kind genau wann es Zeit ist zu schlafen und kann zur Ruhe kommen.

Egal für welches Einschlafritual ihr euch entscheidet, wichtig ist nur, dass ihr diese wertvolle Zeit mit euren Kleinen genießt – denn sie werden doch viel zu schnell groß….

Was sind eure Einschlafrituale Zuhause?

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