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Stressfrei durch die Weihnachtsfeiertage

Wir Eltern kennen das: Am 27. Dezember, wenn Weihnachten vorbei ist, atmen wir erstmal tief durch und sind froh, dass wir es wieder einmal geschafft haben. Geschenke, Essen, die Kleinen ganz schick angezogen, Familie, Plätzchen, Deko… Eigentlich versuchen wir ja jedes Jahr, nicht so viel Stress zu machen – und dann kommt doch eins zum anderen. Da geht es uns Eltern im tausendkind-Team nicht anders. Deshalb haben wir ein paar Tipps für euch parat.

Meine Kinder sind jetzt 7 und 10, ich habe also schon einige Familienfeste hinter mir. Und weil ich jedes Jahr denke, dass es vielleicht noch schöner und entspannter ginge, haben wir schon fast alles ausprobiert: Feiern bei den Großeltern, mit den Großeltern bei uns, nur mit den Kindern zu Hause und auch mal im Familienhotel, weil wir keine Lust auf Besuch hatten. Alles das war schön, aber alles hatte auch seine Vor- und Nachteile. Entweder lange Fahrten und Vorbereitungs-Stress, oder traurige Telefonate mit Großeltern, die so gerne in Echtzeit gesehen hätten, wie die Enkel ihre Päckchen aufmachen.

Früher war Weihnachten einfach

Als ich klein war, wurde bei uns höchstens diskutiert, um wie viel Uhr wir in die Kirche wollten, an welchem der Feiertage das Fondue auf den Speisezettel kam und ob der Baum rote oder weiße Kerzen kriegen sollte. Ansonsten war die Deko immer gleich, es wurde vorgelesen, spazieren gegangen und gemeinsam Tee getrunken. Langweilig? Eigentlich nicht, denn als Kind freute man sich einfach auf liebe Leute und möglichst viele Geschenke um einen herum, egal wo und wie.

Kinder am Weihnachtsmorgen
Weihnachten früher: ganz einfach, aber schön!

Weihnachten mit der Familie

Dieses Jahr haben wir uns schon im September bei meinen Eltern eingeladen, was mit viel Freude aufgenommen wurde. Wir werden den ganzen 24. Dezember über gemeinsam kochen, aber nichts Kompliziertes, sondern Sachen, bei denen die Kinder gut mithelfen können: Einen leckeren Eintopf mit ganz vielen Zutaten zum Kleinschnippeln, selbst gebackenes Brot, mit Orangenschale marinierte Oliven, Obstspieße  und einen schön dekorierten Kuchen. Wann wir dann genau essen, ist bei diesem Menü ziemlich egal – der Eintopf darf einfach auf dem Herd warten, bis sich alle in Ruhe fertig gemacht haben und wenn wir vor dem Essen noch frische Luft brauchen, ist dafür auch genug Zeit. Bestimmt erzählen meine Eltern wieder von früher, immer dieselben Geschichten, klar, aber anstatt mich deswegen zu ärgern, werde ich sie einfach reden lassen und dabei endlich mal gemütlich durch eine Zeitschrift blättern. Für den Fall, dass es allzu langweilig wird, nehmen wir ein paar Spiele mit und ein Witzebuch, aus dem jeder reihum vorlesen kann. Alleine feiern können wir schließlich immer, aber wie lange unsere Eltern den Kindern noch ihre Geschichten erzählen können, das wissen wir nicht.

weihnachtlicher Kuchen
Nicht nur an Weihnachten lecker: Schokokuchen mit Zimt

Freunde treffen an Weihnachten

Weihnachten ist auch eine schöne Gelegenheit, um sich zu verabreden und Leute zu treffen, die man lange nicht gesehen hat. Oder endlich mal Zeit mit den Geschwistern zu verbringen, die man das Jahr über viel zu selten bei sich hat. Deshalb planen wir an den Feiertagen Zeit für ein paar Kaffee- oder Glühwein-Treffen ein, vielleicht auch für ein langes Frühstück – mit den Kindern oder ganz entspannt solo, während Oma und Opa sich freuen, dass sie stundenlang vorlesen dürfen. Das wird für alle schön!

Unsere Tipps für stressfreie Feiertage

Und hier noch die versprochenen Life-Hacks aus dem tausendkind-Team:

  • Die Kleinen mit einem Plätzchen-Deko-Nachmittag überraschen: ganz ohne Backen, so kann sich keiner am heißen Blech verbrennen und die Küche ist nachher auch nicht voller Mehl. Das Verzieren macht den Kids ja sowieso am meisten Spaß und kann ganz ohne Wartezeit sofort losgehen, wenn die Plätzchen (aus der Packung oder aus fertig gekauftem Teig schnell am Vorabend gemacht) schon fertig sind: einfach viele Schüsseln mit Zuckerguss, Perlen und Streuseln aufstellen, dazu bunte Schrift aus der Tube – auf diese Kunstwerke sind die Kleinen anschließend bestimmt sehr stolz!
  • Wer kann, sollte den Urlaub lieber auf die letzten Tage vor Heiligabend verlegen. So bleibt genügend Zeit für die Vorbereitungen. Wenn man dafür dann zwischen Weihnachten und Silvester ins Büro kommen muss, ist das gar nicht so schlimm, sondern vielleicht sogar ein willkommenes Kontrastprogramm zur Familie. Bei uns im Team sind in dieser Zeit sowieso alle ziemlich entspannt bei der Arbeit und gut gelaunt (vor allem wenn jemand viele bunte Plätzchen mitbringt…).
  • Wer Spielzeug verschenkt, das erst aufgebaut werden muss, sollte genügend Zeit dafür einplanen. Nichts ist schlimmer als ein trauriges Kind am festlich gedeckten Tisch, das viel lieber mit Mama und Papa sein großes Playmobil-Set oder seine neue Eisenbahn aufbauen würde. Da muss die Bescherung eben mal etwas früher stattfinden, oder, noch besser, nach dem Essen.
  • Wenn die Kinder irgendwas von uns wissen wollen, machen wir moderne Eltern ja meistens eins: auf unser Smartphone gucken und herumtippen. Dort steht am Heiligen Abend natürlich auch, wo der Weihnachtsmann gerade ist und wann es endlich mit den Geschenken losgehen kann. Entweder man tut nur so, oder man nutzt eine der Weihnachtsmann-Tracking-Apps, die tatsächlich alle möglichen Hinweise zum jeweils aktuellen Standort von Schlitten und Rentieren übermitteln. Gerne auch im 5-Minuten-Takt! So lassen sich Wartezeiten prima überbrücken und ganz nebenbei lernen die Kleinen, wie viele Länder, Meere und Gebirge vom Nordpol bis zum heimischen Wohnzimmer überquert werden müssen.

Habt ihr noch mehr Ideen, wie man mit Kind und Kegel, aber ohne Stress durch die Feiertage kommt? Schreibt uns! Wir freuen uns über jede Nachricht und wünschen Euch schon mal ein wunderschönes, entspanntes Fest!

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