, ,

Sport für Kinder: Das bewegt dein Kind

„Hey, Ich hatte dich schon abgeschlagen!“ und  „Nein, ich war schon auf Klippo“. Sport ist für Kinder eine lustige Freizeitbeschäftigung, die sie häufig sehr schnell von ganz alleine aufnehmen, denn schon von Beginn an haben Kinder einen natürlichen Drang sich zu bewegen. Fangen, Verstecken, Wettrennen, Hinfallen, Aufstehen. Spiel und Sport bereichern das Heranwachsen von Kindern in vielerlei Hinsicht ein Leben lang, weswegen es sich lohnt, sich früh mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir haben für euch hier ein paar Infos zusammengestellt, warum Sport für Kinder so wichtig ist und welche Vorteile, welches Angebot mit sich bringt. Auf die Plätze, fertig, los!

Die Freude des gemeinsamen Team Erfolges, ein guter Verlierer oder ein schlechter Gewinner sein – beim Sport erlernen Kinder Eigenschaften und Verhaltensweisen, die sie in unterschiedlichen Lebenslagen anwenden können. Zahlreiche Studien belegen, dass Sport und Bewegung maßgeblich nachhaltig zur kindlichen Entwicklung beitragen. Es fördert nicht nur das körperliche Geschick, sondern auch die emotionale und soziale Kompetenz deines Kindes. Bei organisierten Sportarten wird Kindern außerdem die Bereitschaft zum Einhalten von Regeln näher gebracht und Manchmal finden Kinder in ihren Teamkameraden sogar Freunde für’s Leben.

Rennen, Klettern, Laufrad – von Beginn an mit Spaß an Bewegung

Bereits auf dem Spielplatz bieten sich allerlei Möglichkeiten, um den Gleichgewichtssinn und das Körpergefühl der Kleinen zu trainieren – sei es auf der Schaukel, auf dem Trampolin oder auf dem Kletternetz. Zusätzlich stärkt das Bewegen an der frischen Luft das Immunsystem. Mit dem richtigen Spielzeug kommt der erste Kontakt mit Sport und Spiel von ganz allein. Rutschfahrzeuge wie Rutschautos beispielsweise sind für die ganz Kleinen (ab acht bis zwölf Monaten) eine große Freude und können zügig von Laufrädern abgelöst werden. Andere schöne Bewegungsmöglichkeiten im frühkindlichen Alter, ab ca. 18 Monaten, sind das Babyschwimmen und ab dem dritten bis vierten Lebensjahr das Kinderturnen.  Besonders in den ersten Kinderjahren ist es ratsam, dein Kind verschiedene Sportarten ausprobieren zu lassen. Eine frühe Fixierung auf eine bestimmte Sportart gefährdet eine einseitige Belastung und kann die körperliche Entwicklung beeinträchtigen. Entscheidend ist erstmal, dass dein Liebling überhaupt Spaß an Bewegung findet und dabei von dir unterstützt und motiviert wird.

Kind auf der Schaukel
Auf dem Spielplatz macht Sport für Kinder doppelt so viel Freude – Spiel, Spaß und Sport gehen hier nahtlos ineinander über.

Die Wahl einer Sportart: Was macht meinem Kind Spaß?

Nach dem Ausprobieren verschiedener Angebote wird sich dein Kind früher oder später für eine Sportart entscheiden, die es länger beibehalten möchte. Dass diese sich mit dem Älterwerden, durch den Einfluss neuer Freunde oder Interessen verändert, ist durchaus möglich und kann eine zusätzliche Motivation sein, am Ball zu bleiben. Beliebt sind Mannschaftssportarten wie Fußball, Volleyball oder Handball, bei denen Kinder auf spielerische Art lernen in und mit einem Team zu arbeiten. Eine der verbreitetsten Sportarten scheint nach wie vor Fußball zu sein, immer öfter auch bei Mädchen. Bereits ab sechs Jahren bieten Vereine Kurse für junge Spieler und Spielerinnen an. Durch das Training lernen Kinder nicht nur das gemeinschaftliche Gefühl des Teamgeistes kennen, sondern verbessern durch häufige Tempo- und Richtungswechsel auch ihre Kondition, Koordination und den Gleichgewichtssinn und trainieren Bein-, Bauch- und Rückenmuskeln. Eine andere beliebte Sportart für Jungen und besonders Mädchen ist das Tanzen. Es fördert Kondition, Rhythmus-, Körpergefühl und den Kraft- und Muskelaufbau. Ab ca. vier bis fünf Jahren können Kinder in Tanzkursen Bewegungsabläufe aufnehmen und sogar kurze Choreographien einstudieren. Unter dem Begriff des Tanzens sammelt sich eine breite Auswahl an Tanzstilen, die jedes Kind unterschiedlich ansprechen und interessieren. Für die ganz Kleinen empfiehlt sich speziell die freie und kreative Form des Kindertanzens, bei der es um das spielerische Erlernen tänzerischer Bewegungsformen geht. Das klassische Ballett ist für junge Kinder gegebenenfalls anspruchsvoller, da hier das wiederholte Üben bestimmter Positionen und Bewegungen auf dem Programm stehen und ein gewisses Maß an Koordination und Konzentration verlangen. Das ist sicherlich nicht für alle Kinder das Richtige aber auch hier lautet die Devise: Einfach mal ausprobieren lassen. Dein Kind kann erst sagen, was es wirklich mag, wenn es zwischen verschiedenen Alternativen vergleichen kann.

Kinder beim Fußball spielen
Mehr als nur ein Spiel: Fußball ist bei Kindern und Erwachsenen eine der beliebtesten Sportarten.

Kämpfer, Zirkusartist oder Fußballer: Sport für Kinder ist vielfältig

Das Angebot von Vereinen und Sportclubs ist sehr vielfältig, deswegen ist es unkompliziert und empfehlenswert deinen Kleinen aktiv dazu anzuregen mal neue Bewegungsformen auszuprobieren. Beim Judo dreht sich alles um Selbstverteidigung durch Körperkontrolle, Koordination und Ausdauer. Ab dem fünften Lebensjahr werden Kurse des aus Japan stammenden Sports angeboten. Ziel ist es, den Gegner durch Tempo, Kraft und Geschicklichkeit auf den Rücken zu befördern und zwar nicht durch Gewalt, sondern die Ausführung der besseren Technik. Beim Judo haben Kinder die Möglichkeit, sich auf kontrollierter Art auszutoben, denn beide Teilnehmer müssen während des Kampfes bestimmten Regeln folgen. Respekt und Fairness sind zentraler Gegenstand, so müssen die beiden „Kämpfer“ sich beispielsweise vor jedem Kampf voreinander verbeugen. Eine andere ausgefallenere Möglichkeit für dein Kind sich auszupowern, bietet die bunte Vielfalt des Kinderzirkus. Einrad fahren, Jonglieren, Diabolo spielen, Seil- und Kugellaufen – hier können Gleichgewicht, Motorik und Körpergefühl trainiert werden auf spaßige und unkonventionelle Art. Allerhand verschiedene Geräte ermöglichen Kids mit unterschiedlichen Talenten, Geschicken und Vorlieben teilzunehmen und machen den Zirkus zu einem abwechslungsreichen Sport für Kinder, bei dem ihr Selbstbewusstsein gefördert wird und sie gleichzeitig ein gutes Gespür für den eigenen Körper entwickeln.

2 Mädchen beim Trainieren
Bei Mädchen ist Judo immer angesagter, denn es trägt nicht nur zur Fitness bei, sondern stärkt auch ihre Selbstsicherheit.

Fünf Tipps auf einen Blick zum Sport für Kinder:

  1. Lass dein Kind verschiedene Sportarten ausprobieren: Dabei entwickelt es verschiedene athletische Fähigkeiten. Mit einer frühzeitigen Spezialisierung auf eine Sportart gefährdet man eine einseitige Belastung des Körpers.
  2. Bewegung ist das A und O: Wichtiger als die Frage, welche Sportart dein Kind ausüben soll ist, dass es sich überhaupt aktiv im Alltag bewegt und Spaß an einer sportlichen Aktivität findet. Nur so entwickelt es die Motivation, einen Sport dauerhaft zu betreiben – ohne permanente Aufforderung.
  3. Sport für Kinder in den Alltag integrieren: Wenn dein Kind die Vorliebe zu einem Sport hat überlege, ob ein dauerhaftes Training im Familienalltag möglich ist. Wie zeitintensiv ist der Sport? Wie hoch sind die Kosten für Sportbekleidung, Ausrüstung und Training? Ist der Sport vereinbar mit meinen Terminen und denen meines Kindes?
  4. Sportliche Kids brauchen viel zu trinken: Gerade bei den steigenden Temperaturen im Sommer, sollte dein Kind immer eine volle Trinkflasche zum Sport mitbringen. Bereits ohne körperliche Anstrengungen sollten Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter ca. 1 Liter am Tag trinken. Mit sportlicher Betätigung wird geraten die Menge zu verdoppeln.
  5. Fahrgemeinschaften: Wenn die wöchentlichen Termine deiner Kleinen dich zu überwältigen drohen, bilde eine Fahrgemeinschaft für den Bring- und Abholservice. Frag einfach mal in der Elternschaft des Sportteams rum – wahrscheinlich bist du nicht das einzige verzweifelte Elternteil auf der Suche nach einem Leidensgenossen.

Kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfehler sind mit * markiert