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Wie erkläre ich meinem Kind die Zeit?

Die Zeit ist nicht greifbar und man sieht sie auch nicht. Aber wir wissen alle, dass die Zeit vergeht. Wenn wir auf etwas warten, vergeht die Zeit scheinbar langsamer als wenn wir etwas Schönes erleben. Wenn wir alte Fotos von uns sehen, sehen wir, dass wir größer und älter geworden sind. Doch wie erklärt man einem Kind das abstrakte Konstrukt der Zeit, wenn man sie weder sehen noch anfassen kann? Wichtig ist es die Kinder, dem Alter angemessen, an das Thema Zeit heranzuführen.

Kinder sind von Natur aus neugierig und wissbegierig. Das kommt es nicht überraschend, dass sie sich auch für das Thema Zeit und Zeitempfinden interessieren. Fragen wie „Wann kommt Papa von der Arbeit?“, „Wie lange dauert es noch bis zu meinem Geburtstag?“ oder der Klassiker „Wann sind wir endlich da?“ kommen auf und wollen beantwortet werden.

Kinder haben ihr eigenes Zeitempfinden

Doch wie erklärt man seinem Kind am besten solche abstrakten Themen, wie die Zeit ohne die Kleinen zu überfordern? Bis zu ihrem 2. Lebensjahr, leben Kinder ausschließlich in der Gegenwart. Sie können nur begrenzt zwischen schon vergangenen und in der Zukunft liegenden Ereignissen differenzieren. Auch im Alter von 3-4 Jahren fällt es Kindern schwer zwischen Sprechzeit und Ereigniszeit zu unterscheiden. „Morgen“ kann genauso gut heißen „in einer Woche“. Erst im Laufe des 5. Lebensjahres lernen Kinder langsam die Zeit kognitiv und sprachlich zu begreifen. Zeit ist für Kinder ein sehr theoretisches Konstrukt, welches schwer zu begreifen ist. Auch scheint die Zeit für die Kleinen nur zu vergehen, wenn etwas passiert wie zum Beispiel beim Basteln, Spielen und Co. Wenn sie dann in die Schule kommen und einen geregelten Stundenplan haben, lernen die Kinder langsam, dass die Zeit auch unabhängig von Ereignissen verrinnt.

Zeit ist für Kinder abstrakt

Noch schwieriger ist es aber für Kinder, ein echtes Gefühl für die Zeit zu bekommen. Eine typische Situation kennen vermutlich viele von euch. Ihr seid morgens dabei euch und die Kids fertig zu machen, da fällt einer dieser typischen Eltern-Sätze wie: „In 5 Minuten müssen wir los!“ Mit dieser zeitlichen Angabe können Kinder meistens nichts anfangen, da sie viel zu abstrakt ist. Wenn die Kinder dann in die Schule gehen und die Uhr lesen können, entwickelt sich nach und nach ein Gefühl für Zeiteinheiten. In der Zeit davor erreicht man, mit solchen abstrakten Zeitangaben, bei Kindern leider nichts.

Konkrete Aussagen treffen

Doch  Kinder werden von solchen Zeitbegriffen regelrecht bombardiert. Gerade Erwachsene verwenden häufig Begriffe wie „gleich“, „bald“, oder „sofort“. Damit aber die Kinder etwas mit diesen Formulierungen anfangen können, sollte man solche Zeitangaben am besten mit Ereignissen verknüpfen, wie beispielsweise „nach dem Essen“,  „wenn das Hörspiel vorbei ist“ oder „noch zweimal schlafen“. Das hilft den Kleinen dabei, ein besseres Gefühl für zeitliche Angaben zu entwickeln. Auch Rituale können Kinder dabei unterstützen, ein besseres Verständnis von dem Konzept der Zeit zu bekommen. Rituale machen den Kindern Spaß und vermitteln ihnen Stabilität und Sicherheit. Ebenfalls ist es wichtig sein Kind auch zu loben, wenn es etwas in der dafür vorgesehenen Zeit geschafft hat, wie z.B. „Heute sind wir aber gut in der Zeit“ oder „Toll, dass du dich beeilt hast“.

 

 

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Das Wichtigste auf einem Blick:

  • Konkret werden

 (anstatt „übermorgen“ → „noch zwei Mal schlafen“; anstatt „In einer halben Stunde kommt dein Freund.“ → „Noch so lange, wie eine Pippi-Langstrumpf- Folge dauert“)

  • Lernspiele führen Kindern spielerisch an das Thema Zeit heran
  • Bücher & Geschichten können helfen die Zeit besser zu verstehen (z.B. Momo von Michael Ende)

 

Dies sind alles nur kleine Alltagshilfen, die dabei helfen sollen euren Kindern das Thema Zeit ein bisschen näher zu bringen. Letzen Endes ist es doch auch eine wunderbare Tatsache, dass Kinder keine Sklaven der Zeit sind und einfach im Moment leben können. Manchmal sollte man sich einfach die Zeit nehmen und mit seinen Kindern zusammen die Zeit vergessen!

Was macht Ihr denn so am liebsten mit euern Kindern? Habt ihr noch andere tolle Tipp´s zum Thema? Dann immer her damit. Wir freuen uns auf euer Feedback!

 

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