Ernährung: 5 Tipps für Obst und Gemüsemuffel

Sobald der Sommer kommt, werden auch die Teller endlich wieder bunter! Da wechseln sich rote Paprika mit grünem Spargel und Brokkoli ab, oder es wird mit Auberginen und Zucchini mediterran auf dem Teller. Doch wenn sie alles andere als einen kleinen Obst- und Gemüseliebhaber zu Hause haben, liegt genau darin auch das Problem!

Egal ob für Zuhause oder für das Pausenset, wir haben euch unsere Top 5 für kleine Obst- und Gemüsemuffel zusammengestellt:

Tipp 1 – Sei ein Vorbild für deine Kinder

Warum sollte man den so vermeintlich gesunden Brokkoli essen, wenn sonst keiner aus der Familie diesen isst oder nur eine kleine Menge auf dem Teller hat? Kinder eifern ihren Eltern immer nach und nehmen unbewusst viele Eigenarten von ihnen an, welche sich auch auf das Essverhalten auswirken können.
Ich persönlich kenne eine Familie, bei der man dieses Phänomen besonders gut beobachten kann. Ganz nach dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht!“ wird in der Familie kaum Obst und Gemüse gegessen, und lehnt es auch kategorisch ab neues zu probieren. Dies hat die Tochter übernommen und eine ähnliche Ernährungsweise entwickelt, die nur aus wenigen Lebensmitteln besteht. Damit dies nicht auch bei euch passiert, solltet ihr darauf achten, eurem Kind eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise vorzuleben.
Wenn ihr von Beginn an viele gesunde Lebensmittel auf dem Teller anbietet, und eure Kleinen es praktisch nicht anders kennen, wird es auch umso einfacher sein, sie von Obst und Gemüse zu überzeugen. Auch Spielzeuglebensmittel können sehr abwechslungsreich sein, dort findet ihr ein großes Sortiment an Obst, Gemüse und sogar Sushi :)

Tipp 2 – Rituale entwickeln

Viele Kinder lieben es, wenn sie euch beim Zubereiten des Essens helfen können. Dabei könnt ihr kleine Aufgaben an eure Kleinen abgeben, wie das Umrühren im Topf oder das Hinzugeben von Zutaten. So wird schon früh der bewusste Umgang mit Zutaten gefördert und sie bekommen ein Gefühl für gesunde und ausgewogene Ernährung. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass man während des Kochens viel Zeit zum Naschen hat und eure Kinder so ungezwungen mehr Lust am Probieren entwickeln können. Außerdem essen Kinder viel lieber Mahlzeiten, von denen sie wissen was drin ist und bei denen sie selbst mitgeholfen haben.

Eine gute Möglichkeit eure Kleinen in die Essensplanung mit einzubeziehen, kann es auch sein, sie entscheiden zu lassen was auf den Tisch kommt. Mit kindgerechten Kochbüchern wird so z.B. der Spaß an Lebensmitteln gefördert und die Lust auf Neues geweckt.
Falls es um die gesunde Snack-Pause zwischendurch geht, haben wir noch einen extra Tipp für euch. Probiert doch einfach mal aus diese Zwischenmahlzeit anders zu zelebrieren. So könnt ihr z.B. ein richtiges kleines Ritual daraus machen, welches ihr jeden Tag mit euren Kleinen durchführt. Dabei könnt ihr beispielsweise das Apfel-Schäl-Lied „In meinem kleinen Apfel“ singen oder ihr führt regelmäßige Obsttage ein, wie z.B. den Apfelmontag oder Bananen-Donnerstag.

Tipp 3 – Das Auge isst mit

Ein weiterer wichtiger Punkt bei Kindern ist das Aussehen der Lebensmittel. Lieblos auf dem Teller angerichtetes Gemüse oder Obst wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht bzw. kaum gegessen. Versucht also eure Gerichte möglichst ansprechend zu servieren und tobt euch in der Küche so richtig kreativ aus.
Wir haben uns auch mal in die Küche gestellt und euch ein paar Gemüse- und Obstdekorationen zur Inspiration gezaubert.
Welches sind eure Lieblings-Anrichte-Ideen für Kinder?

Die Trauben-Raupe & die Apfelkrabbe machen Lust auf Obst
Die Trauben-Raupe & die Apfelkrabbe machen Lust auf Obst

Auch schönes Geschirr kann dazu beitragen, dass euer Spatz mehr Lust auf gesundes Essen bekommt. Denn, wer isst nicht gerne seinen Teller auf, wenn auf dem Tellerboden die Lieblingsfigur wartet? Auch spezielle Menüteller können euren Kleinen beim Essen helfen, da ihr dort z.B. sehr gut die Größe der Portionen festlegen könnt und die Mahlzeiten außerdem schnell und schön anzurichten sind.

Tipp 4 – Probieren geht über studieren

Falls euren Kindern die Zucchini auch nach dem dritten Mal Probieren nicht schmeckt, solltet ihr dazu übergehen, andere Sorten auszuprobieren. Jeder Mensch hat andere Vorlieben und Abneigungen, und die solltet ihr auch respektieren.
Wichtig ist nur, dass ihr euren Kleinen nicht das Gefühl gebt, dass ihr nur wegen ihnen andere Sorten ausprobiert, sondern es als gemeinschaftliches Probieren innerhalb der Familie tarnt. Andernfalls könnte es dazu kommen, dass aus Prinzip gesagt wird, dass es nicht schmeckt. So kommen die kleinen Racker gar nicht erst auf die Idee eine extra Wurst bei Mama & Papa zu beantragen.
Eine weitere Alternative kann es sein, Gemüse einfach mal roh anzubieten, da viele Kinder sehr gerne an Karottensticks oder Kohlrabistreifen knabbern. Auch Smoothies sind eine gute Möglichkeit den Kleinen ihre tägliche Vitamindosis zu verabreichen. ;)

Aber der wohl wichtigste Punkt ist: Seid geduldig mit euren Kids! Sie werden schon noch von selbst darauf kommen, Obst und Gemüse freiwillig zu essen. Ich spreche da aus Erfahrung, da ich als Kind selbst so ein Gemüsemuffel war und mich heutzutage fast nur noch von Gemüse ernähre. Also gebt die Hoffnung nicht auf. :D

Tipp 5 – Obst- und Gemüsesorten für Kinder

Es gibt bestimmte Obst- und Gemüsesorten, die Kinder lieber essen als andere. Grundsätzlich gilt nämlich: Je süßer der Geschmack, umso lieber wird das Gemüse auch gegessen. Da Obst von vornherein schon sehr süß ist, sind die meisten Kinder sehr aufgeschlossen was neue Sorten angeht und probieren auch sehr viel aus. Das „Problem“ liegt meistens eher beim Gemüse, weswegen wir euch ein paar Beispiele herausgesucht haben, die bestimmt jedem Kind schmecken.

Kartoffeln: Kartoffeln liefern viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine, welche die Entwicklung eurer Kleinen positiv unterstützen. Zudem eignen sie sich als Gundlage für viele Gerichte.
Karotten: Reich an Beta-Karotin für gute Abwehrkräfte. Außerdem durch ihren leicht süßlichen Geschmack bei Kindern beliebt und super zum Knabbern zwischendurch.
Mais: Die kleinen gelben Körner haben es in sich. Sie stecken voller wichtiger Inhaltsstoffe und sind besonders als ganzer Maiskolben ein beliebter Knabbersnack.
Pastinaken: Nicht vergessen sollte man die Pastinake. Diese enthält viele wichtige Vitamine und kann in dünne Scheiben geschnitten und getrocknet auch eine gute Alternative zu fettigen Chips sein.
Kürbis: Eine wahre Nährstoffbombe ist der Kürbis. Er ist unter anderem reich an Vitamin A, Magnesium und Kalzium. Besonders im Herbst empfehlen wir die Variante als cremige Kürbis-Suppe.
Süßkartoffeln: Durch ihren besonders süßen Geschmack sind Süßkartoffeln das ideale Gemüse für kleine Schleckermäuler. Zusätzlich liefern sie auch noch viele wichtige Nährstoffe und Vitamine.

Um noch mehr Geschmacksvielfalt in eure Gerichte zu zaubern, könnt ihr neutralere Sorten wie Erbsen, Blumenkohl oder Bohnen super als Ergänzung auf den Teller eurer Kleinen packen. Auch Soßen und Dips können euren Kleinen einen guten Anreiz geben die ungeliebten Gemüsesticks zu essen. Eine Alternative zum klassischen Kräuterquark könnte z.B. auch ein Ketchup-Dip oder ein Gemüse-Dip sein. Hier haben wir 2 tolle Rezepte für euch parat:

Ketchup-Dip & Gemüse-Dip für Kinder
Ketchup-Dip & Gemüse-Dip für Kinder

Probiert es doch einfach mal aus :)

Was für Obst und Gemüse essen eure Kleinen am liebsten?

Über Tipps & Tricks freuen wir uns sehr, eure Jessy. :)

2 comments on “Ernährung: 5 Tipps für Obst und Gemüsemuffel

  1. Ich weiß gar nicht so recht, ob das hier in diesen Artikel reinpasst, ich schreib schreibe es einfach mal hier rein. An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag / Blog finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft bzw. Leben mit Kindern und leider lassen sich viele werdende oder gerade gewordene Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Da ich selber einen Sohn habe, weiß ich nur zu gut, wie ein Kind das Leben schlagartig verändert, bzw. auf was man jetzt zusätzlich noch alles achten muss, gerade was das Leben in der Familie angeht. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin, für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Liebe Grüße

  2. Zunächst einmal muss ich mich da Madeleine anschließen. Ich verfolge schon lange, als stille Mitleserin, diesen Blog und als Mama habe ich mir auch schon den ein oder anderen Tipp zu Herzen genommen. Immer wenn ich in einer kniffligen Situation mit meiner Tochter bin, komme ich hier her und lese und lese und lese, selbst wenn ich dann nicht auf einen grünen Zweig mit mir und dem Problem komme, befreit mich das immer ungemein. Alleine zu wissen “Hey ich bin nicht alleine damit” macht es für mich einfacher Mal kurz durch zu atmen.

    Meine Tochter ist zwar nun schon 9 Jahre, aber das Problem mit dem Essen haben wir immer noch. Auch da wurde mir hier wieder sehr geholfen. Grundsätzlich isst und probiert meine Tochter ja wirklich alles, wir haben eher das Problem das sie zu wenig isst. Ich denke da kommt mir der Rat die Kinder mithelfen zu lassen zugute – das haben wir schon lange nicht mehr gemacht (leider ist das nach dem Umzug komplett untergegangen).

    Wir benutzen auch derzeit echt “langweiliges” eintöniges Geschirr, vllt ist es ist mit 9 Jahren nicht mehr angebracht irgendwelche Kleinkind Teller mit Figürchen drauf zu verwenden, aber beim Lesen kam mir so eine Idee. Da wir eh neues Porzellan brauchen (das alte hat echt langsam ausgedient) werde ich meine Tochter einfach mit entscheiden lassen welches wir nehmen.

    Und da mein Opa meiner Oma vor kurzem, mit Hilfe meiner Mama, auch ein neues Service geschenkt hat welches mir qualitativ und äußerlich sehr gut gefallen hat, werden wir uns mal auf dieser Seite umsehen. Direkt bestellen werden wir wohl dann bei Amazon. Aber ich denke bei der großen Auswahl werden meine Tochter und ich uns schnell einig. Wie du so schön geschrieben hast “Kinder eifern ihren Eltern immer nach” und das merke ich ganz eindeutig bei dem Geschmack meiner Tochter.

    Ich danke dir für deine hilfreichen Beiträge
    Liebe Grüße

    Tatjana

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